verband bildender künstler thüringen
verband bildender künstler thüringen e.v.

Nichtoffener interdisziplinärer Realisierungswettbewerb


für Künstler*innen und Landschaftsarchitekten*innen nach RPW 2013:


Gestaltung einer Stätte der Erinnerung und Mahnung für die Opfer des Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in Erfurt

Erscheinungstag: 2. August 2021
aktualisiert am 25. August 2021

Die zunächst angegebene Bewerbungsfrist - der 3. September 2021 - wurde per 25.8.2021 verlängert.
Das neue Fristende ist der 13. September 2021 um 15 Uhr.

--> Bitte beachten Sie die neuen PDFs zum Download!!!

Der Auslober ist die Thüringer Staatskanzlei, ...


... die Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung hat das Büro „Fiebig Schönwälder Zimmer - Architektur + Stadtplanung“. Der VBKTh war in die Vorbereitungen beratend involviert. Der Zulassungsbereich umfasst die Bundesrepublik Deutschland und den Europäische Wirtschaftsraum. Das gesamte Verfahren wird bis zum Abschluss anonym durchgeführt.

Anlass und Ziel des Wettbewerbs


Zitat aus den Unterlagen, siehe PDF am Seitenende:

Der Freistaat Thüringen lobt einen Wettbewerb zur Erlangung von landschaftsarchitektonischen und künstlerischen Entwürfen für die Gestaltung einer Stätte der Erinnerung und Mahnung für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auf dem Beethovenplatz in Erfurt zum Gedenken an die zehn Opfer der tödlichen Anschläge in den Jahren 2000 bis 2007 aus.

Ziel und Aufgabe des Wettbewerbs ist die landschaftsarchitektonische und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema und der entsprechenden gestalterischen Formulierung eines Objektes, räumlichen Zäsur und/ oder Installation im Sinne einer modernen Mahnmal- und Erinnerungskultur im öffentlichen Raum.

Unter Berücksichtigung der aus der Auslobung hervorgehenden Einschränkungen und Vorgaben ist den Teilnehmenden die Wahl eines oder mehrerer zueinander in Bezug stehenden Objekten/ Installationen freigestellt. Gewünscht sind künstlerische Projekte und Gestaltungen, welche durch ihre ästhetische Anmutung und Positionierung den Stadtraum bereichern und das öffentliche Publikum an dem Diskurs partizipieren lassen.

Es wird ein sensibler Umgang mit der Thematik angestrebt. Eine „laute“, beziehungsweise funktional überfrachtete Mahnmalsgeste wird explizit nicht gewünscht. Der Wettbewerbsbereich umfasst ausschließlich die in der Auslobung vorgesehene Fläche.

Der Beethovenplatz liegt in unmittelbarer Nähe des Thüringer Landtags und steht unter Denkmalschutz. Der Platz wurde in den 1950er Jahren unter Beachtung der landschaftsarchitektonischen Strukturen der ursprünglichen Gestaltung aus den 1920er Jahren neu gestaltet. Zu den gestalterischen Grundprinzipien gehören insbesondere die weite, offene, innenliegende Wiesenfläche und die rahmenden Gehölzbepflanzungen. Diese Gestaltungsprinzipien sind wesentlich für die historische Aussagekraft der Grünanlage, d.h. denkmalkonstituierend. Entsprechend wäre die neue Gedenkstätte so zu gestalten und zu integrieren, dass diese o.g. Gestaltungsprinzipien gewahrt bleiben.

Das Kunstwerk soll einen dauerhaften Charakter erhalten und einen geringen Pflege- und Wartungsaufwand sowie möglichst wenige Eingriffe in den Baugrund erfordern. Die öffentliche Nutzung soll nicht beeinträchtigt werden.

Für die Gestaltungen des Mahnmals, die sich ausdrücklich auf die landschaftlichen Elemente des Beethovenplatzes beziehen sollen, stehen insgesamt 200.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zur Verfügung. Die Realisierung ist für 2023 geplant.
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